7. August 2017

Cath Staincliffe - The Silence Between Breaths

© Constable
Über das Buch
Autorin: Cath Staincliffe 
Originaltitel: The Silence Between Breaths
Seiten: 272
Verlag: Constable 
Erschienen: 22. September 2016
Preis: 1,99€ (eBook); 18,99€ (Gebundene Ausgabe)
ISBN: 9781472118004


Inhalt
"Holly has just landed her dream job, which should make life a lot easier than it has been, and Jeff is heading for his first ever work interview after months of unemployment. They end up sitting next to each other. Onboard customer service assistant Naz dreams of better things as he collects rubbish from the passengers. And among the others travelling are Nick with his young family who are driving him crazy; pensioner Meg and her partner setting off on a walking holiday and facing an uncertain future; Caroline, run ragged by the competing demands of her stroppy teenage children and her demented mother; and Rhona, unhappy at work and desperate to get home to her small daughter. And in the middle of the carriage sits Saheel, carrying a deadly rucksack."


Wie sensibilisiert sind wir heutzutage, wo der Terror scheinbar ein ständiger Begleiter zu sein scheint. Wie reagieren wir auf unsere Mitmenschen und wann sollten wir auf unser ungutes Gefühl im Bauch hören? 
Cath Staincliffe beschäftigt sich in "The Silence Between Breaths" mit einer Thematik, die derzeit nicht aktueller sein könnte. Sie beleuchtet die Situation durch acht verschieden Blickwinkel. Acht unterschiedliche Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben, die jetzt vom Schicksal zufällig ausgewählt im gleichen Zug sitzen. Einer davon trägt einen Rucksack. 
Die Geschichte ist so aufgebaut, dass der Leser über alle acht Protagonisten einen Einblick in die Lebensgeschichte erhält und somit erfährt, weshalb sie sich zu diesem Zeitpunkt in diesem einen bestimmten Zug befinden. Schnell wird dem Leser klar, in welcher Gefahr sich alle befinden und worum es geht. Da gibt es keinen großen Überraschungseffekt, was allerdings auch nicht nötig ist. Die Handlung lebt davon, dass der Leser die Gefahr spüren kann und weiß, was los ist, während alle anderen unwissend sind. 

Die Idee ist eigentlich super. Sie bietet so viel Potenzial dazu, ein nervenaufreibender sowie beängstigender Roman zu werden. Doch irgendwie ist die Autorin an der Umsetzung gescheitert. Das Buch war schlicht und ergreifend langweilig, ohne dass ich wirklich benennen könnte, woran das liegt. Ich war sofort Feuer und Flamme, als ich den Klappentext las. Aber irgendwie verliert sich Cath Staincliffe in den Erläuterungen der einzelnen Lebensgeschichten. Mir ist bewusst, dass das eigentlich zeigen soll, wie unbeteiligt jeder einzelne davon ist und welche Folgen der Rucksack haben könnte. Aber es war einfach zu lang und das obwohl das Buch mit seinen 272 Seiten sehr kurz ist. 
Insgesamt war der Schreibstil auch einfach langweilig und unspektakulär. Mir hat ständig irgendetwas gefehlt. Das gewissen Etwas. Ich musste das Buch sogar nach über der Hälfte abbrechen, weil nichts passiert. 
Es gibt einen Höhepunkt, an dem sich die Geschehnisse zuspitzen, allerdings bringt die Autorin das nicht wirklich emotional genug rüber. Das Ganze wirkte irgendwie erzwungen, so nach dem Motto "Oh der Terror ist jetzt ganz plötzlich da, jetzt muss ich ganz plötzlich unbedingt ein Buch darüber schreiben." Vielleicht ist das etwas hart formuliert, aber so kam es einfach rüber und das darf es bei so einer wichtigen Thematik nicht sein. 
Ich kann wirklich niemandem empfehlen dieses Buch zu lesen Es hält nicht, was es verspricht und nutzt ein ernstes Thema, als reinen Unterhaltungsfaktor. Nur unterhält die Geschichte nicht. Es ist nicht emotional, führt einen die Gefahr nicht vor Augen oder stellt auch nur irgendetwas mit dem Leser an. Das finde ich sehr schade, denn die Idee dahinter ist super und auch die Art und Weise, die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen, ist ein gutes Stilmittel. Ich denke, im Endeffekt liegt es leider am Schreibstil an sich, der alles zu Nichte gemacht hat. Oder vielleicht auch die nötige Tiefe, die das Thema benötigt. Ich bin ehrlich gesagt überfragt, weshalb das Buch so ein Flop für mich war. Es fehlten die Momente, die den Leser sprachlos machen. Die Angst, die Beklemmung, der Schock - das fehlt leider alles




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