30. Juli 2017

Sebastian Fitzek - Splitter

© Knaur
Über das Buch
Autor: Sebastian Fitzek 
Originaltitel: Splitter
Seiten: 384
Verlag: Knaur
Erschienen: 01. September 2010
Preis: 9,99€ (Taschenbuch, eBook); 9,95€ (Hörbuch)
ISBN: 978-3-426-50372-0
Zum Buch


    Inhalt    
"Viel stärker als der Splitter in Marcs Kopf ist die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls, denn seine Frau hat nicht überlebt. Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen: Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Die Tür öffnet sich und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht."


Ein weiterer Fitzek hat es von meinem Stapel ungelesener Bücher geschafft. Da ich die Bücher in chronologischer Reihenfolge lese (das ist irgendwie ein Tick von mir) war diesmal Splitter an der Reihe. Eigentlich wollte ich euch an dieser Stelle erzählen, wie toll dieses Buch war und dass ihr es unbedingt lesen müsst. Ich wollte in den höchsten Tönen von diesem Thriller reden. Das war zumindest der Plan, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte. Ich war überwältigt. 

Jetzt sind jedoch einige Wochen vergangen und ich muss ehrlich zugeben, dass ich absolut nicht mehr weiß, was passiert ist. Ich kann mich zum Teufel komm raus nicht daran erinnern. Was sagt es über ein Buch aus, das man so schnell wieder vergisst? Kann man es dann noch gewissenhaft empfehlen? Ich denke, das hängt davon ab, was ihr von einem Buch erwartet. Wollt ihr eine Geschichte, die euch auch außerhalb der Seiten festhält und euch zum Nachdenken anregt, etwas in euch bewegt, dann ist Splitter wohl keine gute Wahl. Es bleibt nicht in Erinnerung. Ist euch dagegen jedoch wichtiger, dass ihr im Moment des Lesens super unterhalten werdet? Soll euch der Thriller an die Seiten fesseln, sodass ihr das Buch nicht zur Seite legen könnt? Dann wiederum würde ich Splitter definitiv empfehlen, denn das war auf jeden Fall eine große Stärke vom Buch. 
Meine Meinung ist jetzt also ein bisschen durchwachsen. Der allgemeine Aufbau der Geschichte war wieder typisch Fitzek. Einfach geschrieben, kurze Kapitel mit kleinen Cliffhängern - alles beim Alten. Es war sehr spannend und zum Verrückt werden, weil man sich als Leser die Geschehnisse einfach nicht erklären kann. Der Unterhaltungsfaktor war grandios - kurzzeitig zumindest. So toll ich das Buch auch fand, um so enttäuschter bin ich jetzt, dass ich nach nur so kurzer Zeit schon nichts mehr vom Inhalt weiß. Vereinzelt blitzen Bilder in meinem Kopf auf, aber ich kann sie nicht mehr zu einer sinnvollen Geschichte zusammensetzen. Woran das liegt, weiß ich nicht. 
Ich finde es nur unfassbar schade, denn in meinen Augen sollten Bücher irgendwie im Gedächtnis bleiben. Klar, werden wir uns in unserem Leben nicht an alle Geschichten erinnern können, dafür lesen wir Bücherwürmer nun mal "zu viel". Aber ich hätte schon gerne länger etwas von den Büchern, als nur ein paar Wochen. Da ich mich nicht mehr erinnern kann und auch leider keine Notizen gemacht habe, bleibt es bei dieser merkwürdigen Rezension. 
Wie schon erwähnt, das Grundgerüst von Splitter ist, wie alle anderen (bisher von mir gelesenen) Fitzek Büchern, nach dem gleichen Schema aufgebaut. Und mit einem Fitzek kann man vermutlich nie etwas falsch machen. Als ich Splitter gelesen habe, war ich auch vergleichsweise viel mehr begeistert von der Geschichte. Alle anderen Thriller, waren gut, aber Splitter war nochmal eine Klasse drüber. Nur warum das so war, kann ich euch nicht mehr sagen, wo wir wieder beim ursprünglichen Problem wären. 

Am Ende dieser eher untypischen Rezension komme ich zu dem Schluss, dass es auf jeden Fall ein lesenswertes Buch ist, denn sonst wäre ich nach dem Beenden nicht so begeistert gewesen. Splitter erfüllt seinen Zweck - es ist spannend und unterhaltsam. Allerdings ist das Vergnügen nur von kurzer Dauer. Wenn ich mich nicht mehr an den Inhalt erinnern kann, dann war es gewiss kein besonderes Buch für mich. Es sticht nicht aus der Masse heraus, sondern ist einfach nur für den Moment toll. 


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