29. März 2017

Loreth Anne White - Winterjagd

© Loreth Anne White
Über das Buch
Autorin: Loreth Anne White
Originaltitel: A Dark Lure
Seiten: 496
Verlag: AmazonCrossing
Erschienen:14. Juni 2016
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978-1503937130


    Inhalt    
"Vor zwölf Jahren wurde Sarah Baker vom sogenannten Watt-Lake-Killer entführt und vergewaltigt. Monatelang wurde sie gefangen gehalten, bis ihr endlich die Flucht gelang. Der Mörder wurde gefasst, doch Sarah hat alles verloren. Sie ändert ihren Namen in Olivia West und findet auf der Broken-Bar-Ranch einen Unterschlupf. Endlich beginnen ihre Narben zu heilen, doch dann wird die Leiche einer erst kürzlich ermordeten Frau gefunden. Als sich der eisige Winter um die Ranch schließt und sie von der Außenwelt abschneidet, muss Olivia sich der Frage stellen: Könnte der Killer zurück sein, um sein Werk zu beenden?"
"Winterjagd" von Loreth Anne White habe ich bei einem Gewinnspiel von der lieben Doris gewonnen. Der Klappentext klang so spannend und düster, dass ich mich über den Gewinn sehr gefreut habe. Leider konnte der Inhalt meinen Erwartungen nicht gerecht werden, denn Spannung sucht man bei diesem "Thriller" vergeblich. 
© Loreth Anne White
Bis zur Mitte des Buches in etwa passiert zunächst überhaupt nichts. Der Leser erfährt ein bisschen über Olivia alias Sarah und über die Ranch, auf der sie sich ein neues Leben aufbaut. Dabei werden auch die Familienhintergründe des Besitzers der Ranch beleuchtet. Und genau dort sehe ich den größten Kritikpunkt. Durch diese Informationen wird das Buch zu keinem Thriller, sondern zu einem Familiendrama. Erst zum Ende wird es etwas spannender. Dieser Anteil ist jedoch so gering, dass ich persönlich die Bezeichnung als "Thriller" vollkommen unpassend und irreführend finde. Zwischenzeitlich schleicht sich dann auch ein eine Liebesgeschichte mit ein, die absolut nicht in das Gesamtbild passt.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und mit jedem Blickwinkel verändert sich auch schlagartig das Genre. Man könnte "Winterjagd" also als Mix aus Liebesroman, Familiendrama und Thriller ansehen. Wobei das Drama überwiegt. Dadurch entstehen auch viele kleine Details, die nicht wirklich zusammenpassen. Die ganzen Verknüpfungen und Zusammenhänge wirken nahezu erzwungen, um doch noch irgendwie die Spannung aufzubauen. Auch die überraschende Wendung konnte das Blatt nicht wenden
Dabei lag so viel Potenzial in der Geschichte. Schon alleine die Umgebung, in der die Handlung spielt, verspricht einen Nervenkitzel vom Feinsten. 

 "Winterjagd" konnte mich leider nicht überzeugen, weil es insgesamt zu langweilig für einen Thriller war und viel zu viele Elemente eines Dramas aufwies. Auch der sprunghafte Wechsel zwischen den war mehr verwirrend als alles andere und zerriss buchstäblich die gesamte Spannung, die eventuell an einigen Stellen hätte aufkommen können. Jede Perspektive und somit jedes Genre einzeln, wäre bestimmt gut gewesen. Die Mischung passt in meinen Augen allerdings überhaupt nicht zusammen.




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