26. März 2017

Jeff VanderMeer - Auslöschung


9783426518045
© Knaur
Über das Buch
Autor: Jeff VanderMeer
Originaltitel: Annihilation
Seiten: 240
Verlag: Knaur
Erschienen: 01. März 2017
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 13,99€ (eBook)
ISBN: 978-3-426-51804-5
Zum Buch 

*Rezensionsexemplar*

    Inhalt    
"Geheimnisvolle Flora und Fauna, ebenso makellos wie verstörend, hat ein Gebiet an der amerikanischen Küste übernommen, und die entfesselte Natur dehnt sich unaufhaltsam immer weiter aus. Nur, was geschieht dort? Elf Expeditionen haben vergeblich versucht, Antworten zu finden. Ihre Teilnehmer kehrten entweder gar nicht zurück oder auf eine unheimliche Weise verändert. Jetzt entsendet das Southern Reach-Institut eine zwölfte Expedition - doch was hat sie der Faszination und dem Grauen von Area X entgegenzusetzen?"

"Auslöschung" von Jeff VanderMeer ist ein Buch, das sich von allem unterscheidet, das ich je gelesen habe. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die ich so noch nicht entdeckt habe. Was jedoch nicht bedeutet, dass ich es gut fand. 
Wir begleiten vier Frauen, die zusammen die zwölfte Expedition ergeben, auf ihrer Reise durch das geheimnisvolle Gebiet Area X. Dabei erfahren wir nur sehr wenig über die Psychologin, Anthropologin, Vermesserin und Biologin. Lediglich die Biologin, aus der die Geschichte erzählt wird, gibt einige Einblicke in ihr Leben vor der Expedition. Insgesamt bleibt man jedoch sehr stark auf Distanz zu den Charakteren. Dadurch entsteht keinerlei Sympathie. Das wäre nicht schlimm, wenn denn dann wenigstens der Rest stimmen würde. Aber die Umgebung wird ebenso wenig ausgeschmückt. Es war für mich sehr schwierig, mir das Setting vorzustellen, weil es einfach kaum beschrieben wurde. Area X scheint so absurd zu sein, dass es meine Vorstellungskraft komplett überschreitet. So entstanden in meinem Kopf leider keine Bilder.
Das Buch ist aufgebaut, wie ein Reisebericht oder ein Protokoll der Expedition. Die Biologin schreibt ihre Erfahrungen nieder. Der Schreibstil ist dementsprechend anders, als man das von gewöhnlichen Romanen her kennt. Er ist sehr anspruchsvoll und besteht aus sehr langen verwirrenden Sätzen. Die Biologin scheint selbst nicht zu wissen, was sie da aufschreibt. Das Lesen war dadurch teilweise sehr anstrengend und alles andere als angenehm. 
Ich konnte mit den Schilderungen der Biologin wenig anfangen. Es passiert vieles, doch alles ist so skurril und absurd, dass es keinen Sinn zu ergeben scheint. Je länger die Geschichte ging, desto mehr Fragen kamen auf, die nicht beantwortet werden. Die Geschehnisse fügen sich nicht passend zusammen. Ein gewisses Puzzleteil fehlte. So war ich am Schluss nicht schlauer, als zu Beginn. 
Ich habe mir vorgestellt, dass ich auf eine Reise in eine unglaubliche Umwelt geschickt werden und aus dem Staunen nicht herauskomme. Ich habe erwartet, dass man viel mehr über dieses Naturphänomen erfährt und dass es ein wenig gesellschaftskritisch wird. Dies war jedoch alles nicht der Fall.
Ich empfand die Geschichte auch nicht als spannend, furchteinflößend oder beklemmend. Wie es auf dem Klappentext beworben wird, sondern einfach als öde. 

Würde "Auslöschung" ein alleinstehender Roman sein, dann würde ich ihn absolut nicht empfehlen. Ich konnte keine Bindung zur Geschichte aufbauen und die Geschehnisse waren mir zu absurd. Vielleicht liegt das an meiner persönlichen Vorstellungskraft, aber ein Buch sollte Bilder im Kopf entstehen lassen.
Die Fragen sind alle offengeblieben. Weshalb ich sehr hoffe, dass die Folgebände Licht ins Dunkel bringen. Insgesamt bin ich mehr enttäuscht vom Buch, als alles andere. Bin aber sehr wohl gewollt der Reihe noch eine Chance zu geben. Ich habe vorher noch keinen Sci-Fi Roman gelesen, weshalb ich mich daran vielleicht erst gewöhnen muss. 
Wer jedoch etwas komplett anderes und Außergewöhnliches lesen oder wer aus seinen normalen Mustern ausbrechen möchte, der wird mit "Auslöschung" den richtigen Weg gehen. 




 

*Vielen lieben Dank an den Droemer Knaur Verlag
 für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars*

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